Torten

Geburtstagstörtchen mit Pilz-Deko

Für den diesjährigen Geburtstag meiner Zwillingsschwester und mir habe ich mich für ein hübsches Törtchen mit selbstgemachter Pilz-Deko entschieden. Die Pilze hatte ich vor Kurzem auf einem Törtchen von Peggy Porschen gesehen und musste sie unbedingt nachmachen. Das geht wirklich easy, erzielt aber einen umso hübscheren Effekt.

Nachdem mich einige Male nach dem Rezept gefragt wurde, habe ich den heutigen Feiertag genutzt und es für Euch aufgeschrieben.

Ganz viel Spaß beim Nachbacken 🙂

 

Rezept

Eierlikörböden (2 x 18er Formen)

6 Eier (M)
250 g Puderzucker
2 Pck. Vanillinzucker
250 ml Eierlikör
125 ml Sonnenblumenöl
250 g Mehl
1 Pck. Backpulver

Buttercreme

350 g Butter (zimmerwarm)
350 g Mascarpone (zimmerwarm)
100 g Puderzucker
Vanillearoma
Lebensmittelfarbe weiß und farbig (ich habe Pfirsich verwendet)

Füllung

500 g Mascarpone
250 g Sahne
80 g Puderzucker
1 TL Vanilleextrakt
ca. 300 g gefrorene Himbeeren
1 kleines Glas Himbeercurd (gekauft oder selbstgemacht -> ich mache immer das halbe Rezept von „Kleines Kulinarium“ – die Menge reicht bei mir für zwei Torten. Das Rezept findet ihr hier Himbeercurd)
Pinke Lebensmittelfarbe (optional)

Pilzdeko

1 Eiweiß (Größe L)
70 g feiner Backzucker
1 Prise Salz
1 Spritzer Zitronensaft (frisch)
Lebensmittelfarbe
etwas weiße Kuvertüre (zum Zusammenkleben – man braucht nicht viel)

Zartbitterschokolade (zur Herstellung von Schokoraspeln)

 

Backofen auf 165° Grad Ober-Unter-Hitze vorheizen und zwei Backformen (18 cm) am Boden mit Backpapier auslegen.

Für die Böden werden die Eier mit dem Puder- und Vanillinzucker hellschaumig aufgeschlagen. Im Anschluss kurz das Öl- und den Eierlikör unterrühren. Dann das Mehl mit dem Backpulver vermengen, über die Eiermasse sieben und vorsichtig gleichmäßig unterheben.
Den Teig auf die beiden Formen aufteilen und für ca. 60 Minuten backen – Stäbchenprobe nicht vergessen.
Nach dem Backen lasse ich die Böden fünf Minuten stehen, bevor ich sie auf ein Abkühlgitter stürze und das Backpapier abziehe. So ganz auskühlen lassen. Ich backe die Böden immer am Vortag und wickle sie über Nacht in Frischhaltefolie – so lassen sie sich am nächsten Tag besser schneiden.

Böden jeweils zweimal durchschneiden, sodass man insgesamt 6 Böden erhält (ich staple meistens nur 5 davon, weil mir die Torte sonst zu hoch wird. Den übrigen Boden kann man einfach so nebenbei essen 😉 Die „schrumpelige“ Oberseite der Böden dünn abschneiden.

Dann werden die Cremes vorbereitet.

Für die Buttercreme die zimmerwarme Butter mit dem Puderzucker hellcremig aufschlagen. Dann Mascarpone zugeben und weiterschlagen, bis ein homogene Creme entstanden ist. Vanillearoma und weiße Lebensmittelfarbe zugeben (auf die weiße Farbe könnte auch verzichtet werden, da später eh noch eingefärbt wird, allerdings mag ich den Gelbstich nicht in der Creme, wenn ich die Ringe um die Füllung spritze). Ungefähr die Hälfte der Buttercreme in einen Spritzbeutel füllen und ein ca. 1 cm großes Loch freischneiden (ich verwende auch oft einfach eine 9 mm Lochtülle).

Im Anschluss wird die Himbeercreme hergestellt. Dazu Mascarpone, Puderzucker, Vanilleextrakt und Sahne zusammen in eine Rührschüssel geben und gemeinsam steif schlagen (das funktioniert super). Wenn die Creme schön steif ist, drei gute Esslöffel Himbeercurd zugeben und unterrühren (den Rest streichen wird dann auf die Böden). Ich gebe gern noch einen Tropfen pink farbiger Lebensmittelfarbe hinzu, damit das Rosa noch etwas kräftiger wird (nicht zu viel, sonst wirkt es künstlich). Dann die Creme zu den Böden stellen.

Himbeeren aus dem Gefrierschrank nehmen.

Nun geht´s ans Stapeln.

Dazu lege ich mir eine zugeschnittene Tortenpappe (etwas kleiner wie die Böden) oder ein Tortenboard auf meinen Drehteller, gebe einen Klecks Buttercreme drauf und „klebe“ hierauf meinen ersten Boden (eine „gebackene, glatte“ Seite nach unten – hiervon haben wir zwei – einen für den Boden, eine für den Deckel). Dann wird der Boden dünn mit Himbeercurd eingestrichen (ca. 1,5 cm Rand frei lassen), anschließend ein doppelter Ring aus Buttercreme als „Rettungsring“ für die Cremefüllung gespritzt (dadurch wird die Torte auch stabiler).  Dann die Himbeercreme einfüllen (nicht ganz bis zur Oberkante des Ringes), großzügig einen Teil der gefrorenen Himbeeren in die Creme drücken und nochmals eine ganz dünne Cremeschicht darüber streichen.
So wird die Torte weiter gestapelt, bis alle Böden verbraucht sind. Mit einem glatten Tortenboden abschließen. Restliche Creme aus dem Spritzbeutel auf der Torte verteilen und bei Bedarf weitere Buttercreme aus der beiseite gestellten Menge verwenden, um die Torte dünn mit der „Krümmelschicht“ einzustreichen. Dann die Torte mindestens für 30 Min. in den Kühlschrank stellen.

Ich habe in dieser Zeit die Pilzdeko herstellt. Meine Torte war entsprechend länger im Kühlschrank (schadet ja nicht). Die Deko kann aber auch bereits ein paar Tage im Voraus hergestellt und einem geschlossen Behälter an einem kühlen Ort gelagert werden.
Für die Meringue-Pilze wird das Eiweiß mit dem Salz und Zitronensaft steif geschlagen. Dann langsam den Zucker einrieseln lassen und solange weiterschlagen, bis er sich ganz aufgelöst hat. Die Meringue-Masse ist nun glänzend steif und bildet Spitzen, wenn man den Rührbesen herauszieht. Ein Drittel der Masse bleibt Weiß. Das andere Drittel habe ich Hellrosa, den Rest in Pfirsich eingefärbt. In Spritzbeutel verteilen (Weiß mit ca.  1 cm Lochtülle, Rosa und Pfirsich etwas größer)
Backofen auf 100° Grad Ober-Unterhitze vorheizen und ein Backblech mit Backpapier belegen.
Aus der weißen Masse die Pilzfüßchen aufspritzen, aus den anderen beiden die Pilzköpfchen. Ich habe einen Teil der Köpfchen mit kleinen Zuckerperlen bestreut. Anschließend für ca. 1,5 – 2 Stunden im Backofen trocknen lassen.
Während die Meringues auskühlen, etwas weiße Kuvertüre schmelzen lassen. Dann die kleinen Spitzen von den Füßchen abschneiden (sonst lassen sich die Köpfe nicht aufkleben), einen kleinen Klecks Kuvertüre aufstreichen und ein Köpfchen vorsichtig andrücken. Fertig ist ein kleiner hübscher Pilz 🙂 Wir brauchen für die Torte 12 Stück – ich habe aber mehr als die doppelte Menge als Sicherheit gemacht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die übrige Buttercreme nach Belieben einfärben. Ich wollte einen hellen Pfirsich-Ton. Die Torte dann großzügig mit der Creme einstreichen. Eine Teigkarte an den Rand der Torte ansetzen und den Drehteller gleichmäßig drehen, bis die Torte schön glatt ist. An unebenen Stellen nochmals Creme auftragen und wieder glatt streichen. Torte wieder in den Kühlschrank stellen.

Die restliche Creme in einen Spritzbeutel mit kleiner, französischer oder offener Sterntülle geben und 12 Kringel als „Nestchen“ für die Pilze auf die Torte spritzen. Aus der Zartbitterschokolade Raspel herstellen und auf den Kringeln verteilen. Dann die Pilze auf die Torte setzen.

Die Torte im Kühlschrank nicht abdecken, sonst weichen die Meringue Pilze auf. Ich habe die Torte am Vortag fertiggestellt und meinen Kühlschrank sehr kalt gedreht, damit möglichst wenig Feuchtigkeit im Kühlschrank war. Dazu habe ich sicherheitshalber noch ein Schälchen Salz gestellt 😉 Wer auf Nummer sicher gehen will, setzt die Pilze erst am Verzehrtag auf die Torte 🙂 Bei mir ist alles gut gegangen.

Meine Torte hatte ich zudem noch mit Keksen verziert, die ich schon ein paar Tage vorher hergestellt hatte (E für Evi, D für meine Schwester Daniela) – aber auch ohne Kekse sieht die Torte schon toll aus finde ich.

 

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